Sonntag, 28. Juni 2026
NÜRNBERGRegionale Berichte

Die Risiken von Microsoft 365 an Schulen

Der Chaos Computer Club Hannover warnt vor der Nutzung von Microsoft 365 an Schulen. Ihre Bedenken bezüglich der Datensicherheit sind nicht unbegründet.

Von Tobias Klein27. Juni 2026, 11:332 Min Lesezeit

NÜRNBERG, 27. Juni 2026Eigener Bericht

Ich halte die Nutzung von Microsoft 365 an Schulen für äußerst bedenklich. Die Bedenken des Chaos Computer Club Hannover sind nicht nur theoretisch, sondern zeigen auf, dass es bei der Speicherung und Verarbeitung von Daten erhebliche Risiken gibt. Immer mehr Schulen setzen auf diese Plattform, in der Annahme, sie sei sicher und zuverlässig, doch die Realität sieht anders aus.

Zunächst einmal ist zu bedenken, dass Microsoft 365 eine Vielzahl an persönlichen Daten von Schülern und Lehrern speichert. Dazu gehören nicht nur Kontaktdaten, sondern auch Informationen über Lernfortschritte und persönliche Vorlieben. Diese Daten sind äußerst sensibel und könnten, wenn sie in die falschen Hände geraten, erhebliche Folgen haben. Die Frage, die sich hier stellt, ist: Wer hat tatsächlich Zugang zu diesen Informationen und wie sicher sind sie vor unbefugtem Zugriff?

Ein weiterer Punkt ist die Abhängigkeit von einem kommerziellen Anbieter. Schulen, die Microsoft 365 nutzen, geben einen wesentlichen Teil ihrer Datensicherheit in die Hände eines Unternehmens, dessen Hauptinteresse nicht unbedingt das Wohlergehen der Schüler ist. Dies wirft die Frage auf, welche Maßnahmen Microsoft tatsächlich ergreift, um die Daten zu schützen und ob sie den gesetzlichen Anforderungen in Deutschland und der EU gerecht werden. Kann man einem Unternehmen vertrauen, das seine Gewinne maximiert, während es gleichzeitig für die Sicherheit der Daten junger Menschen verantwortlich ist?

Ein möglicher Einwand könnte sein, dass die meisten Nutzer von Microsoft 365 die Plattform als sicher empfinden, da sie viele sicherheitsrelevante Funktionen anbieten. Allerdings ist das eine gefährliche Annahme. Nur weil eine Software viele Sicherheitsfeatures hat, heißt das nicht, dass sie auch tatsächlich sicher ist. Oft werden Sicherheitslücken erst dann erkannt, wenn es zu spät ist. Das Vertrauen auf die Sicherheit einer Plattform könnte also blind machen für die realen Risiken, die mit der Nutzung verbunden sind.

Die Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit bei Microsoft 365 sind nicht zu ignorieren. Wenn Schulen weiterhin auf diese Lösung setzen, müssen sie sich den Fragen der Transparenz und des Datenschutzes offensiv stellen. Denn letztlich sind es die Schüler, deren Daten nicht sicher sein dürfen.

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